Respekt! Ansehen gewinnen bei Freund und Feind

Veranstaltungsdatum: 22.09.2015, 19.00 h
Veranstaltungsort: EAM-Foyer, Monteverdistraße 2, Kassel


Respekt ist wichtig – darüber herrscht ganz sicher allgemeiner Konsens. Respekt macht Unternehmen erfolgreicher und Menschen nachweislich gesünder und glücklicher. Auf der anderen Seite mangelt es oft an Respekt. Was die typischen Respektlosigkeiten des Alltags sind und wie man es schafft, respektvoller im Umgang miteinander zu sein, hat René Borbonus, einer der führenden Rhetoriker Deutschlands, den rund 130 Mitgliedern und Gästen des Marketing Clubs Nordhessen in 90 kurzweiligen und unterhaltsamen Minuten erklärt.
Respekt – das bedeutet: Auf Augenhöhe sein, den anderen zu sehen. Respekt macht Menschen nachweislich glücklicher. Wer Respekt in die Welt bringt, bekommt auch Respekt zurück. Doch im Alltag gibt es viele Momente, in denen man respektlos ist. Die gute Nachricht: Wer gegenüber seinen Mitmenschen respektlos ist, tut dies meistens unabsichtlich und unwissentlich.


Fünf Respektlosigkeiten lassen sich im Alltag vermeiden, wie die Bagatellisierung, bei der man die Gefühle des anderen herunterspielt. Als Beispiel nennt Borbonus Beerdigungen: „Er hatte doch ein schönes Leben“, „Sie ist doch sehr alt geworden“ und Trennungen: „Andere Mütter haben doch auch schöne Söhne“. „Besser ist, die Trauer zu respektieren“, so Borbonus. Auch Unabhängigkeit in Verbindung mit Verbundenheit führe oft zu Konflikten. Verbundenheit entstehe durch Einmischen, Mahnen und Nachfragen, was Mütter gerne bei erwachsenen Kindern tun. Diese wiederum weisen das zurück, um ihre Unabhängigkeit zu zeigen und kränken die Mutter damit. Kränkend ist auch die Unart des Vergleichs. „Schau mal, wie schön die Anja Klavier spielt“, nennt der Rhetoriker ein Beispiel aus dem Kinderzimmer. Alles, was damit erreicht wird: „Ihr Kind wird Anja hassen“. Dann ist da noch die Warum-Frage. Warum-Fragen sind in den meisten Fällen Suggestivfragen. Als Beispiel nennt er „Warum hast Du das Leergut nicht mitgenommen?“ oder „Wer hat denn das letzte Mal die Milch gehabt?“. Diese Fragen implizieren einen Vorwurf und stellen andere Menschen unbewusst an den Pranger. Suggestivfragen sind keine echten Fragen, sie befinden sich vielmehr in grenzwertiger Nähe zur Manipulation. Die bessere Frage sei „Wozu?“, weil der andere darauf inhaltlich antworten kann.


Die Gäste waren begeistert von dem lockeren und unterhaltsamen Beitrag. Viele haben sich in den Schilderungen und Beispielen des Rhetorikers wiedergefunden und nehmen aus dieser Veranstaltung einiges an neuen Eindrücken, Anreizen und Erfahrungen mit nach Hause.


René Borbonus lebt für überzeugende Rhetorik und gehört heute zu den führenden Spezialisten für Kommunikation, Präsentation und Rhetorik. Seit fast 20 Jahren ist er Trainer, Buchautor und Vortragsredner. Unsere Sponsoren EAM, Sparkasse Kassel und BMW haben es uns ermöglicht, ihn nach Kassel zu holen.

Video unserer Leuchtturmveranstaltung

 

Ein schönes Video unserer Leuchtturmveranstaltung mit René Borbonus – "Respekt! Ansehen gewinnen bei Freund und Feind"

Wir bedanken uns bei unseren Partnern Kasseler Sparkasse, BMW Niederlassung Kassel und EAM Energie aus der Mitte für die gelungene Veranstaltung!

Danke auch an Media-Green für die Umsetzung des Videos!